Rüdnitz ist eine uralte Stätte menschlicher Siedlung. Schon in grauer Vorzeit wohnten hier Menschen. Zahlreiche Funde aus der Steinzeit, aus der Bronzezeit und aus der frühen Eisenzeit bewiesen es.

Erstmalig schriftlich wurde Rüdnitz als "Pecze Rudenicz" im Jahre 1367 erwähnt. Der Ort lag an der alten Handelsstraße, die von der Spree (Berlin) die Panke, Finow und Oder entlang zu den Ostseehäfen u. a. Wollin führte

Frühzeitig kam Rüdnitz zu den Ausstattungsdörfern des Schlosses Biesenthal, was auch durch das Karolingische Landbuch von 1375, das die Siedlung zum ersten Male urkundlich nannte, bestätigt wurde. Die Feldmark umfasste damals 78 Hufen.

Zum Gemeindebezirk gehörte auch ein Etablissement, genannt Molendinum Langherenne (Langerönne), was ebenfalls im Landbuch von 1375 vermerkt war. Das war eine Wassermühle, verbunden mit Landwirtschaft. Diese Mühle existiert heute noch am Usedom-Radweg, hat aber seine Mühlenfunktion verloren.

1890 hatte der Ort 396 Einwohner und bestand nur aus dem Dorf. Die Grundstruktur dieses Dorfes ist entlang der Dorfstraße bis heute erhalten. Die im Laufe der Jahrzente hinzugekommenen Gebäude fügen sich in das Gesamtbild. Mehrgeschossige Gebäude befinden sich nur entlang der Bernauer Straße und der Bahnhofstraße.